Sozialisation – wie können deine Kinder soziale Kontakte aufbauen, ohne Kindergarten?

Wir verbringen die meiste Zeit ohne soziale Kontakte – meint man wohl
Unsere Kinder haben keine Freunde – meint man wohl
Unsere Kinder sind scheu und wissen nicht wie sie sich unter anderen Menschen verhalten sollen – meint man wohl.
Als ich mal einer Mutter, die ich gerade kennengelernt habe erzählte, dass unsere Mädels nicht in den Kindergarten gehen, kam zuerst ein erstaunter Gesichtsausdruck und dann gleich die Frage wie es denn mit den sozialen Kontakten aussieht, so ohne Kindergarten?
Ich versteh diese Frage nicht wirklich, aber ich verurteile auch niemanden der diese Frage stellt, weil sie eigentlich nur kurz auf dem Schlauch stehen.
Wenn die Gedanken einen Schritt weiter gehen, dann kommt die Lösung schon automatisch:

Es ist die Aufgabe der Eltern soziale Kontakte auferstehen zu lassen, ob mit oder ohne Kindergarten!
WIR sind die, die es den Kindern ermöglichen können! Aber die Kinder selbst sind schon von Anfang an soziale Wesen, sie können und wollen nicht ohne andere Menschen leben, ob Familienangehörige oder Fremde die sie gerade kennen lernen.

Kinder interessieren sich je nach Laune für andere Menschen genauso wie für Tiere. Babys strahlen mit großen Augen, über Erwachsene die ihnen ein freundliches Lächeln zeigen. Kleinkinder setzen sich zu den Babys um ihnen im Sandkasten die Schaufel zu reichen, oder freuen sich auch über gleichaltrige oder ältere die mit ihnen freundlich reden UND Jugendliche suchen sich diejenigen aus denen sie helfen oder auf die sie aufschauen können.

Somit finden soziale Kontakte schon immer und durchgehend statt. Es fließt einfach, je nachdem wer uns Sympathisch erscheint.

Natürlich können wir als Eltern gewisse Freundschaften entstehen lassen: Wir treffen uns mit anderen, uns sympathischen Müttern und warten bis unsere Kinder irgendwann zusammen spielen. Daraus können die Freundschaften entstehen. Aber für die Kleinkinder sind schon diejenigen ihre neuen Freunde mit denen sie zufällig z. B. Im Schwimmbad gespielt haben.
Ich habe es oft erlebt, dass unsere 5-jährige Emilia im Schwimmbad, im Indoorspielplatz, auf dem normalen Spielplatz, beim Einkaufen, beim Ziegen füttern, im Zoo usw. jemanden kennen gelernt hat und derjenige dann als wahrer Freund für immer in Erinnerung bleibt. Manchmal erzählt sie mir von den unterschiedlichsten Kindern, Jungen und Mädchen mit denen sie hier oder da gespielt hat.

Unsere 3-jährige Eni liebt es auch neue Leute kennen zu lernen. Sie hat keine Hemmungen der Kassiererin ihre Geschichte vom kaputten Zahn zu erzählen, das ist für sie selbstverständlich! Und alle Leute freuen sich das sie so offen und aufgeschlossen ist. Sie merkt auch den unterschied der Menschen. Mit denen die jünger sind als sie selbst redet sie in Baby Sprache und mit denen die älter sind Unterhält sie sich viel deutlicher.

Da alle Kinder uns Eltern ihre Interessen deutlich mitteilen, können wir Eltern diese leicht Fördern indem wir sie z. B. bei Vereinen anmelden. So habe ich unsere Töchter fürs Reiten, Turnen und Tanzen angemeldet. Sie sind sehr glücklich da und bekommen soziale Kontakte mit Gleichgesinnten :)
Da wir auf dem Dorf leben und viele Leute hier kennen haben unsere Töchter auch Freundschaften mit den Nachbarskindern.

Ich bin ebenfalls in den Social Medias aktiv und dort konnte ich schon einige neu gewonnene liebe Freunde in unserer Nähe finden :)
Das aller wichtigste aber für soziale Kompetenz ist natürlich das VORLEBEN der Eltern. So sozial wie wir selbst uns vor unseren Kindern verhalten, genauso ein verhalten lernen unsere Kinder von uns! Es gibt nichts was das sozial kompetente Elternhaus in diesen Jungen Jahren ersetzen kann!
Ein Kindergarten ist eine wunderbare Sache als Unterstützung, aber niemals als alleinige Möglichkeit für soziale Kontakte und soziale Kompetenz ;)

Übrigens vor ein paar Wochen wünscht sich Emilia in den Kindergarten zu gehen. Wir haben sie, nach vielen Gesprächen mit ihr, nun auch angemeldet und seid Mai 2017 besucht sie den Kindergarten. Weiteres dazu kommt aber sobald einige Wochen vergangen sind :)

Eni möchte zwar auch in den Kindergarten, aber sie will das ich dabei bleibe und verseht nicht, das Eltern die Kinder dort alleine lassen :) Also wird´s wohl noch nix für die Eni. Sie bleibt dann erst mal bei uns und wir schauen wie es sich entwickelt.

Ich bin da offen dafür und richte mich nach dem wohl der Kinder, würde aber ehrlich gesagt nicht gleich alles hinschmeißen nur weil Emilia es sich doch manchmal anders überlegt. Das klärt sich dann in Gesprächen

Um nun wieder zum Thema soziale Kontakte zurückzukommen: Wie sieht euer Bild für soziale Kontakte und soziale Kompetenz aus? Was habt ihr so für Lösungen? Wie ist eure Meinung zu sozialen Kontakten ohne Kindergarten?

Hier ist ein Link indem ihr nach Kindergarten Freien Familien in eurer Nähe anfragen könnt:

Kindergartenfrei.org

Und hier ist mein Youtube Video dazu:

Traut euch mir einen Kommentar zu schreiben, ich freue mich von euch zu lesen :)

Alles liebe

Olga

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